1979 wurde in St. Georgen am Walde von einigen mutigen Männern der St. Georgener Schilift in Betrieb genommen. Über 25 St. Georgener Betriebe und Privatpersonen steckten Geld und viel Idealismus in das Unternehmen Schilift. Die Schneemassen der vergangenen Jahre gehörten bald der Vergangenheit an. Die Liftgesellschafter haben das Handtuch geworfen und das riskante Unternehmen „Schilift“ um 1,00 Österreichischen Schilling verschenkt. Keiner wollte sich das unsichere Tourismusunternehmen auf die Schulter laden. Die Gemeinde bekam vom Land OÖ keine Übernahmegenehmigung. Als Lückenbüßer und einziger Ausweg bot sich der Tourismusverband an. Grüne Weihnachten und Wetterkapriolen ließen die Verantwortlichen bald erkennen, dass es ohne künstliche Schneeaufbereitung keinen Fortbestand des Wintersportes in St. Georgen am Walde geben wird. Beim Arbeiterball im Jahre 1998 hat der damalige Vizebürgermeister Leopold Buchberger erste Kontakte mit Landeshautpmannstv. Dipl.Ing. Erich Haider, bezüglich einer Förderung einer Schneekanone geknüpft. Die anfänglichen Projektplanungen waren noch nicht ausgereift und unprofessionell ausgelegt, sodass sich bald ein Team zusammenfand und aus den Visionen das Wintertourismusprojekt Schilift 2000 aus der Taufe hob. Sodann wurde mit dem Neubau einer Beschneiungsanlage mit Speicherteich, Erweiterung des Liftbuffets, Errichtung einer Flutlichtanlage, Neuinstallierung eines Kinderliftes, Neuerrichtung eines Parkplatzes usw., begonnen. Das Unternehmen Lift bekam auch ein Marketingkonzept verpasst. Schorschi, das lustige Maskottchen bringt die Botschaft weit über die Gemeindegrenzen hinaus. St. Georgen am Walde ist in aller Munde, die Gäste und Schifahrer kommen, die Wertschöpfung bleibt im Ort und in der Region Mühlviertler Alm. Kritiker der ersten Stunde sind verstummt und für so manchen ist „Schorschi“ ein Vorzeigeprojekt. Mit 1. Jänner 2003 steht Schorschi nun im Eigentum eines Vereines, der sich dem Lift- und Loipenbetrieb nun verstärkt annimmt. Ohne Spender, Förderer, Sponsoren und ohne Beihilfen von Bund, Land und Gemeinde geht es auch in Zukunft nicht. Neben den vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern ist auch immer wieder die Politik mit Weitblick gefordert, einen Beitrag zum Fortbestand dieser Wintertourismuseinrichtungen zu leisten.
Für den sogenannten Winterspaß braucht es nicht die steilste Piste und die längste Loipe. Schorschi hat seine eigenen Qualitäten. Das Schivergnügen vor der Haustüre, das Wintererlebnis und die Bewegung in freier Natur muss jedem auch etwas Wert sein. Die Lifttarife sind so gestaltet, dass bei einer entsprechenden Auslastung und mit Bereitstellung von entsprechenden freiwilligen Helferinnen und Helfern und mit Einbeziehung der Erlöse aus dem Liftbuffet (Hexenhütte), ein Überleben des Liftunternehmens gewährleistet ist. Hier ist auch die Solidarität aller gefragt. Wer nicht mit seiner Arbeitskraft direkt helfen kann, ist als Förderer und Spender gerne gesehen. Viele Spendervorbilder gibt es bereits. Diskussionen um zu hohe Lifttarife sind zwar erlaubt, aber nicht angebracht. Das Nahversorgerunternehmen Schilift und Loipe muss jedem etwas Wert sein. Die vergangenen Jahre haben es auch deutlich gezeigt: „Erst wenn es Einrichtungen in der Gemeinde nicht mehr gibt, dann fehlt auch dem Bürger etwas!“ Diesem Trend müssen wir mit Weitblick und mit Visionen in die Zukunft entgegen wirken. Freuen wir uns gemeinsam – unabhängig von den derzeitigen Wetterkapriolen - dass wir mit dem Schorschilift auch in der Region die Nase vorne haben. Helfen wir zusammen, die Anlagen zu erhalten. Ob als aktiver Schifahrer, Snowboarder, Helfer, Spender, Sponsor, oder auch als Konsument von einigen Getränken in der Hexenhütte. Das Schorschi-Team freut sich auf Ihren Besuch !

Berichte von Zeitzeugen:
Als Bürgermeister der Marktgemeinde St. Georgen am Walde und als Obmann der Raiffeisenbank St. Georgen am Walde hat Ökr. Franz Hahn im Jahre 1979 auch die Geschicke des Schiliftes maßgeblich mitgestaltet. So setzte er sich für eine finanzielle Beteiligung bei der Marktgemeinde und bei der örtlichen Raiffeisenbank in der Höhe von je 150.000 Österreichischen Schillingen ein. „Der damalige Handelskammerpräsident Dr. Rudolf Trauner unterstützte das Unternehmen Schilift mit einer Beihilfe, berichtet Ökr. Hahn. Immer wieder musste Hahn bei den zuständigen Behörden die Bedenken ausräumen, dass ein Schilift unter 1000 Meter Seehöhe keine Existenzberechtigung habe. Schorschi feiert das 25-jährige Schiliftjubiläum am 25. Oktober 2004 mit einem tollen Festprogramm ! Bitte diesen Termin vormerken und freihalten ! Die ersten alten Fotos hat Pepi Pilz – seines Zeichens Schiliftpionier der ersten Stunde – ausfindig gemacht. Wir suchen weiterhin Zeitzeugen und Material über die Anfänge des Schiliftes in St. Georgen am Walde.
Schorschi feierte rauschendes Jubiläumsfest:
Schiliftpioniere wurden geehrt !
Über Höhen und Tiefen, aber vor allem über Ehrgeiz, Mut, Gestaltungskraft und Teamgeist konnten die Gäste und Besucher, am Montag, 25. Oktober 2004, beim 25 jährigen Schorschi-Liftjubiläum viel erfahren. Moderator Florian Grugl begab sich mit den Schorschi-Freunden auf eine geschichtliche Piste. In einer Präsentation in Wort und Bild wurden die Anfänge des St. Georgener Schiliftes, die Gründung einer Schiliftgesellschaft, die Finanznöte und schließlich die gänzliche Neustrukturierung mit Schneekanonenprojekt vorgestellt. Mit Interviews der damaligen Zeitzeugen erhielten die Bi