Es war ein mal .......... Aus der Schorschi Vereinschronik

Schorschilift ist Vorzeigeprojekt in der Region:
Viele freiwillige Helferinnen und Helfer sind die Grundpfeiler des Projektes:

Seit 1979 gibt es in St. Georgen am Walde das gewerbebetrieblich geführte Schilift-Unternehmen. Viel hat sich in dieser Zeit verändert - auch der Lift- und Buffetbetrieb. 1979 war die Zeit für den Bau eines Liftes reif. 25 Geldgeber – so genannte Schiliftteilhaber -  haben mit Rudolf Sengstbratl sen. das - für diese Zeit nicht alltägliche - Liftunternehmen aus dem Boden gestampft. Mit der Gründung der Schilift GesmbH war auch der Lift- und Buffetbetrieb auf sichere Beine gestellt. Vom Schneemangel war in dieser Zeit noch keine Rede. Der Liftbetrieb deckte die anfallenden Betriebskosten. Die GesmbH kämpfte aber mit dem Schuldenstand, der für die Ausfinanzierung der Neuinvestition im Jahre 1979 notwendig war.Winter St. Georgen Ort
Die milden, schneearmen Winter zeigten aber bald die Grenzen der Liftführung auf 800 Metern Seehöhe auf. Die Liftanlage und das Buffet waren zwischenzeitlich auch in die "Jahre"gekommen, sodass eine Weiterführung - ausgerichtet nach den technischen Erfordernissen - größere Investitionen ausgelöst hätte. "Aufhören oder etwas Besseres daraus machen", so der damalige Tourismusvorsitzende Alexander Sengstbratl. Da der Liftbetrieb wegen des mangelnden Schnees immer starke Einbußen zu erleiden hatte, wurde die Vision einer Schneeaufbereitungsanlage ins Auge gefasst. Anfangs war die Rede von einer Schneekanone. Erste finanzielle Gespräche hat es beim Arbeiterball mit dem damaligen Landesrat Dipl. Ing. Erich Haider im Gasthaus Sengstbratl gegeben. Der damalige Vizebürgermeister Leopold Buchberger hat sich auch für die Realisierung des Schorschi-Projektes notwendigen finanziellen Förderungen persönlich engagiert. Die finanzielle Unterstützung ermutigte den Tourismusverband zur Gründung der Projektgruppe "Schilift 2000". Eine Vision wurde in die Tat umgesetzt. Mit der Investition einer Schneekanone waren aber auch alle technischen Erneuerungen der Liftanlage geknüpft. Die Marktgemeinde hat sich abermals für die Aufrechterhaltung dieser Wintersporteinrichtung ausgesprochen und die Sanierung des Schleppliftes übernommen. Das Projekt "Schilift 2000" umfasste schlussendlich die gänzliche Sanierung des Buffet und Lifthauses. Eine Gasheizung wurde installiert, die WC Anlagen gänzlich neu geschaffen und das Buffet wurde mit den notwendigen technischen Einrichtungen ausgestattet. Ein Parkplatz, eine Flutlichtanlage, ein Wasserspeicherteich für die Schneekanone und ein eigener Kinderlift wurden ebenfalls in das Projekt aufgenommen. Mit Gesamtkosten von rund 5 Mio. Schilling wurden bei der Fertigstellung der Anlagen die Schätzungen weit überschritten. Die zuständigen Abteilungen und ihre Politiker erkannten die Wichtigkeit der Investitionen in dieser Region und förderten das Projekt entsprechend.

Ein lustiges Maskottchen erobert den Wintersport !

Mit dem Lift-Neustart wurde auch eine Werbekampagne für den Wintertourismus losgetreten. Schorschi - das lustige Maskottchen - wirbt für St. Georgen am Walde auch weit über die Gemeindegrenzen hinaus. Alljährlich werden hunderte Aussendungen an Vereine und Organisationen getätigt. Die werblichen Maßnahmen - eingebetet in das Schorschi-Gesamtkonzept - waren eine, aus heutiger Sicht, richtige Entscheidung. Der Schorschilift erfreut sich eines regen Zulaufes. Die Kosten zur Führung des Liftbetriebes können mit den laufenden Liftkarteneinnahmen, mit dem Ergebnis aus dem Buffetbetrieb, mit Spenden und Sponsorenbeiträgen und mit den Schorschi-Veranstaltungen gedeckt werden. Winter St. Georgen Ort 1Ein  Team aus freiwilligen Helferinnen und Helfern haben das Schiliftprojekt zu dem gemacht, was  es heute ist - ein Baustein im Rahmen der Nahversorgung, ein Vorzeigeprojekt in der Region Mühlviertler Alm und ein Wirtschaftsfaktor, denn das Geld bleibt in der Gemeinde.
Mit der Auflösung des Tourismusverbandes wurden die Agenden der Liftführung an den neu gegründeten Verein Schorschi übertragen. Seit 1.1.2003 kann man beim Verein Schorschi auch Mitglied werden. Mit Stichtag 1.12.2009 verwaltet der Verein 210 Mitglieder. Die Beitrittserklärung gibt es auch im Internet: www.schorschi.at

Der Vereinsvorstand setzt sich zusammen aus:
Obmann: Alexander Sengstbratl 
Obmann.Stv.: Manfred Buchberger 
Schriftführer: Gerald Steiner 
Kassier:/Werbung: bis 22. Okt. 2016 Bruno Lumetsberger
ab 22.10.2016: Kassier Silvia Wiesinger

Das Projektteam erarbeitet alljährlich vor Saisonbeginn in einer Klausurtagung das Arbeitsprogramm und die Finanzen:
o Projektleiter: Manfred Buchberger
o Betriebsleiter: Georg Temper
o Beschneiung, Piste: Adi Schartmüller,
o Hexenhütte: Alexander Sengstbratl
o Schorschi-Club: Sportlicher Leiter bis 2011 Heinz Haider, ab Saison 2011-2012 Buchberger Manfred
o Schorschi-Schule: Manfred Buchberger, Dietmar Brunner
o Schriftverkehr, Protokolle: AL Gerald Steiner
o Werbung/Öffentlichkeitsarbeit, Buchhaltung und Finanzen: Bruno Lumetsberger
o Bauliche und technische Angelegenheiten: Max Kastenhofer, Jun., Ing. Josef Kamleitner
o Langlaufloipe: Georg Temper (seit 2009) -ab 2012-2013 Haider Werner



Chronologische Aufzählung der Ereignisse:

• 1979-1980: Liftgesellschaft wird gegründet,  25 stille Gesellschafter stellen Geldmittel für die Finanzierung zur Verfügung, der Lift ist durchschnittlich 25 Tage in Betrieb -

• 1994: Übernahme durch Tourismusverband St. Georgen am Walde - die Gesellschafter verzichten auf die Einlage, die Schilift GesmbH wird aufgelöst;

• 1998: Ankauf eines leistungsstarken Pistengerätes (Kosten ATS 700.000) – die Ankaufskosten übernimmt die Marktgemeinde,
• Generalsanierung Schilift: Die Kosten ATS 650.000 - trägt ebenfalls die Gemeinde

• 1999: Im August wird ein neues Projekt mit Beschneiungsanlage mit Speicherteich (1.000m3), Flutlicht, Kinderlift, Lifthaus, Parkplätze u. Marketingkonzept, ins Leben gerufen. Kosten: ATS 5 Mio. - Förderungen dazu vom Land OÖ. ATS 2,7 Mio.

• 2001: Ankauf einer kunstschneetauglichen Pistenraupe Marke Käsbohrer - Kosten ATS 800.000

• 2002: Anschaffung von Containern für Lagerung und Buffet und Anschaffung von Containern für Ausschank und Zeitnehmung

• 2003: Ankauf einer zweiten Schneekanone, Übernahme des Schiliftes vom neu gegründeten Verein „Schorschi St. Georgen am Walde“, der Tourismusverband wird wegen Neugründung der Mühlviertler Alm aufgelöst;

• 2004: Ankauf einer elektronischen Zeitnehmung, Errichtung eines Eiskletterturmes

• 2005: Errichtung einer Hütte beim Schischulgelände, erste größere Reparatur bei der Pistenraupe – Erneuerung der Antriebsketten (Kosten: € 6.000 ) Ankauf eines Ski-Doo (Kosten € 8.000)

• 2006: Weltrekordversuch im Dauerschifahren mit Extremsportler Sepp Resnik – Schorschi stellt vom 5. bis 15. Jänner 2006 das gesamte Liftareal, Liftpersonal, Hexenhütte und viele freiwillige Helfer zur Verfügung. Sepp Resnik holt sich den Weltrekord im 240 Stunden Dauerschifahren – St. Georgen am Walde wird zur Weltrekordgemeinde.

Änderung in der Projektgruppe Langlauf: Erich Windhager legt nach 25 erfolgreichen Jahren seine Tätigkeit im Langlauf zurück. In seine Fußstapfen tritt der Gastwirt Haider Werner.

Computeranlage im Lifthaus wird erweitert und eine neue Datenbank eingespielt – Kosten: Euro 2.200,00. Die Schneeaufbereitung wird mit einem Anschlußschacht und den notwendigen Verrohrungen auf dem Liftgelände in Richtung Schischulgelände von der Fa. SUFAG erweitert. Kosten: Euro 6.000,00

• 2007: Die vorherrschende Parkplatznot bei der Lifttalstation machte die Erweiterung von notwendigen Parkplätzen erforderlich. Im Zuge der Neugestaltung des Parkplatzareals wurde auch eine Wiese – unterhalb des Buffethauses (Besitzer Paireder Johann) – für den Kinder-Schikursbetrieb baulich verändert. Ein Spezialrohr wurde für die Bachführung verlegt. Gesamtkosten/Parkplatz- und Wiesengestaltung: 22.000 Euro;
Haider Josef verabschiedet sich als Liftwart. Temper Georg wurde als neuer Liftwart angelernt. Gemeinsam mit Manfred Westermayr wird der Liftbetrieb abgewickelt.
Um 1.680,00 Euro wurde eine Web-Cam im Dez. 2007 investiert. Damit kann das Liftpanorama im Internet unter www.schorschi.at abgerufen werden;
Am 14. Dezember 2007 gab der Gemeinderat grünes Licht für das Liftprojekt. Geschätzte Kosten von rd. 350.000 Euro; Ein Finanzierungsplan wurde erstellt. 90.000 Euro muss der Verein Schorschi aufbringen;
Kurz vor den Weihnachtsfeiertagen wurde das große Förderseil des Liftes ausgetauscht;
Vom 31. August bis 2. September 2007 wurde erstmals vom Verein Schorschi der MTB Granitbeisser ausgetragen. 330 Rennteilnehmer erlebten bei starkem Regen eine wahre Schlammschlacht. Beim sonntägigen KID-GRANIT (Kinderrennen) gingen 85 Nachwuchs-Biker an den Start.

• Jahr 2008:
Neubau Doppelmayr-Liftanlage - Gesamtkosten Eur 461.797,60 incl. MWST

Finanzierungsplan: 
Land OÖ Gewerbeabt. 53.000,00
Bedarfszuweisungsmittel 104.000,00
Darlehen Marktgemeinde 106.900,00
Sonderförderung Land OÖ Gewerbeabteilung: 11.500,00

Technische Daten der neuen Doppelmayr Schleppliftanlage:
Förderleistung: 856 Pers/h
Gehängeanzahl: 35 Doppelbürgel (lang)
Anzahl der Stützen: 3 T-Stahlstützen
Größte Neigung: 29,28 %
Durchschnittlige Steigung: 17,70 %
Förderseil: 16 mm Durchm
Spanneinrichtung: hydraulisch

Chronologischer Baubericht:
• Abtragung alter Lift, Entfernung alter Fundamente, Gelände-Rekultivierung
• Stromverkabelung mit Stromanschluss – Abbau des Dieselaggregates
• Abwasserentsorgung: Anschluss an das Kanalnetz – Errichtung eines Pumpwerkes
• Neuaufstellung eines Containers für Liftwarte
• Umbau der bestehenden Gasheizung im Liftbuffet in eine Elektroheizung
• Neue Einzäunung des Speicherteiches
• Berührungsloses Liftkarten-System (Skidata)
• Verlegung der notwendigen Kabel für die ALGE-Zeitnehmung
• Erweiterung der bestehenden Flutlichtanlage
• Versetzung des bestehenden Zeitmessungs- und Lagercontainers
• Notwendige Geländekorrekturen auf der Lifttrasse, beim Ein- und Ausstieg
* Neubefestigung der Böschungen unterhalb des Lifthauses
* Neuerrichtung der Gerätehütte

 * Jahr 2009:
Fertigstellung der diversenen Anlagen rund um den Neubau der Liftanlage 

* Jahr 2010:
Ankauf eines Ski-Doos (für die Loipenpräparierung)

*Jahr 2011:
Ankauf einer 3. gebrauchten Schneekanone (Eur 20.000,00)
Reparatur Rohrleitung Speicherteich
kleine Geländekorrektur

*Jahr 2012:
Ankauf eines Kässbohrer Pisten-Bully Marke PB 100 Baujahr 2010, mit 580 Betriebsstunden; Gesamtkosten: Eur 124.800,00 incl. MWST (Netto 104.000,00)
Finanzierung: Förderung 27.000,00, Eigenmittel 40.000,00, Kreditfinanzierung 33.000,00; Altgerät Rücknahmepreis: 4.000,00; - Das Altgerät wurde 2001 um 60.000 Eur (Baujahr 1994) angekauft;

*Jahr 2013:
Neugestaltung des Loipenbetrieb durch das Tourismusforum St. Georgen am Walde
Ankauf eines Traktor-Loipenspurgerätes SNOWLINER Eur 17.275,00 excl.MWST.
Das Tourismusforum kümmert sich um die Loipenpräparierung

*Jahr 2014
Ankauf einer Lanze

*Jahr 2016
Lanze wurde modernisiert. Schwenk Motor und doppelter Lanzenkopf,
Eine zweite Lanze wurde zum Testen ausgeliehen. 
Neues Ziel Gelände geschaffen.
Neues Kassensystem in der Hexenhütte;
Neues Zutrittsystem beim Lift mit doppeltem Drehkreuz
und neues Verkaufs System.
Einige Reparaturen am Beschneierteich

*Jahr 2017


 

 


Schorschi St. Georgen am Walde, Markt 9, 4372  St. Georgen am Walde - Liftinfo: 07954/26611